Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio im Paarlauf die Bronzemedaille gewonnen. Nach einer nicht fehlerfreien Kür hatten die Paarlauf-Europameister gegen die neuen Weltmeister Shen Xue und Zhao Hongbo keine Chance. Die Chinesen verpassten mit 203,50 Punkten ihren eigenen Weltrekord nur knapp, die Chemnitzer hingegen
mussten sich mit 187,39 Punkten begnügen.
Beim dreifachen Toe-Loop kam Szolkowy ins Straucheln, den Axel sprang die gebürtige Ukrainerin Savchenko nur einfach statt wie geplant doppelt. Auch bei einer Pirouette drehten die viermaligen
deutschen Meister asynchron. Waren sie nach ihrem Kurzprogramm noch mit einem strahlenden Lächeln vom Eis gefahren, richteten sich diesmal ihre Blicke geradezu ängstlich auf die Anzeigetafel.
Die neuen Titelträger konnten mit diesem Triumph in perfekter Art und Weise ihre Amateur-Karriere beenden. Die Silbermedaille ging an ihre chinesischen Landsleute Pang Qing und Tong Jian.
Trainer Ingo Steuer nahm seine beiden Schützlinge ungeachtet ihrer Patzer am Rande der Bande fürsorglich in die Arme.
Immerhin war die Bronzemedaille für Savchenko und Szolkowy die erste deutsche WM-Medaille im Paarlauf seit zehn Jahren. 1998 hatte das Berliner Paar Peggy Schwarz und Mirko Müller bei den
Welttitelkämpfen in Minneapolis Rang drei belegt. Ein Jahr zuvor war Steuer an der Seite seiner Partnerin Mandy Wötzel Paarlauf-Weltmeister geworden.
Nach einer fast indiskutablen Leistung landeten die Düsseldorferin Mari Vartmann und Florian Just aus Essen lediglich auf Rang 18 (116,81). Bei ihrer Platzierung profitierten die deutschen Vize-Meister sogar noch von den kurzfristigen verletzungsbedingten Absagen der routinierten Paare Maria Petrowa
und Alexej Tichonow (Russland) sowie Dorota und Mariusz Siudek aus Polen. (sid)